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Ordination von Pfarrerin Tanja Sacher in Heusenstamm:

Blick von oben als Geschenk der Stadt

kfGruppenbild zur Ordination: (v. l.) Pfarrerin Susanne Winkler, Dekan Carsten Tag, Pfarrerin Tanja Sacher, Pröpstin Gabriele Scherle, Pfarrer Sven Sabary, umrahmt vom Kirchenvorstand

„Sie bekommen eine Pfarrerin mit Offenheit und Lust auf Experimente, das kündige ich Ihnen schon mal an.“ Gabriele Scherle, Pröpstin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für die Rhen-Main-Region, hat eine ihr liebe Aufgabe übernommen und im Rahmen eines Festgottesdienstes Tanja Sacher als Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Heusenstamm ordiniert und in das Gemeindepfarramt eingeführt.

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Damit sei das Team vor Ort wieder komplett, betonte sie. So wird Tanja Sacher, die schon seit Anfang Juni mit ihrer Familie in Heusenstamm lebt, gemeinsam mit Sven Sabary und Susanne Winkler arbeiten, wobei sich die beiden Pfarrerinnen künftig eine Pfarrstelle teilen.

Auch der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Carsten Tag, tat seine Freude darüber kund, dass die 31-Jährige nun die Arbeit in der Gemeinde mitgestaltet. Er habe Tanja Sacher bereits kennen gelernt, berichtete er in einer Ansprache im Anschluss an den Festgottesdienst. „Sie hat Ideen und Visionen, die sie antreiben und wir freuen uns auf ihre Impulse“, sagte er. Gleichzeitig versprach der Dekan: „Dabei werden wir ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Nachdem sie mit den Worten „Es ist vollbracht, und nun kann es richtig losgehen“ erst einmal tief durchgeatmet hatte, stellte Tanja Sacher in ihrer Predigt das Thema „Neugierde“ in den Mittelpunkt. „Neugierde treibt zu dem noch Fremden hin, sie öffnet und bewegt“, sagte sie. Wo Neugierde sei, komme auch immer etwas in Gang, „dann wird das Fremde zu Vertrautem“.

Die zweifache Mutter, die nach ihrem Studium in Berlin und Heidelberg als Vikarin in Lorsbach bei Hofheim gewirkt hat, hob hervor, dass sie in diesem Sinne sehr neugierig auf Heusenstamm sei. „Und ich bin sehr froh, hier zu sein“, stellte sie fest.

Als Leitwort über ihre Ordination hatte Tanja Sacher einen Vers aus der Bibel gestellt: „Sei getrost und unverzagt. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht. Denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst“ (Josua 1,9). So rede Gott über Josua, den Nachfolger des Mose, erklärte Pröpstin Scherle. Der junge Mann habe die Aufgabe gehabt, eine Gruppe von Flüchtlingen über die Grenze zu führen, was nicht konfliktfrei habe vonstattengehen können. „Josua hat also allen Grund gehabt, verzagt zu sein“, so die Pröpstin. Allerdings auch das Bewusstsein, dass Gott ihn bewogen hat, die Aufgabe zu übernehmen.

„Sie stehen nun vor ähnlichen Herausforderungen“, richtete sich Gabriele Scherle an Tanja Sacher. „Sie sollen das Evangelium verkünden und die Menschen bewegen, darin einzuwandern.“ Das übersteige sicher manches Mal das menschliche Maß.

Darüber hinaus blickte die Pröpstin auf den grundsätzlichen Zustand der Kirche. „Kirche wird sich verändern“, kündigte sie an. Sie werde künftig „die große Botschaft mit einer kleineren Schar“ ausrichten müssen, auch in Heusenstamm. „Gott will seiner Kirche eine neue Gestalt geben und die darf ruhig kleiner werden“, sagte Scherle.

Nach dem Ordinationsgottesdienst, mitgestaltet vom Chor der Gemeinde, der unter anderem mit dem „Jubilate Deo“ für die passende Atmosphäre sorgte, kam die Gemeinde mit ihren Gästen zu einem Empfang zusammen. Dabei gratulierten auch Vertreter aus befreundeten Kirchengemeinden und der Verwaltung. Bürgermeister Halil Öztas wartete gar mit einer besonderen Überraschung auf. Da Tanja Sacher einmal von einer Karriere als Hubschrauberpilotin träumte, schenkte er der neuen Heusenstammer Pfarrerin einen Helikopter-Rundflug über Frankfurt und Umgebung.

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