Dekanat Rodgau

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Evangelisches Kirchenparlament tagte in Dietzenbach:

Synode befürwortet neue Trägerstruktur für evangelische Kindertagesstätten

FuchsGespräche prägen Synoden ebenso wie Abstimmungen: Am Samstag votierte die Rodgauer Dekanatssynode für eine neue Trägerstruktur der evangelischen Kindertagesstätten und beschloss den Haushaltsplan für 2017.Gespräche prägen Synoden ebenso wie Abstimmungen: Am Samstag votierte die Rodgauer Dekanatssynode für eine neue Trägerstruktur der evangelischen Kindertagesstätten und beschloss den Haushaltsplan für 2017.

Die Synode des Evangelischen Dekanats Rodgau hat den Weg frei gemacht für neue Strukturen in der Verwaltung evangelischer Kindertagesstätten: Die Vertreterinnen und Vertreter der 16 Kirchengemeinden votierten mit großer Mehrheit für eine entsprechende Vorlage des Synodalvorstands. Sie sieht vor, einen großen Teil der Verwaltungsaufgaben – etwa Finanzen, Personal- und Bauangelegenheiten – von den Kirchenvorständen auf das Dekanat zu übertragen.

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Zum Thema "Getrost und mutig das Evangelium in den gesellschaftlichen Veränderungen bezeugen" sprach die scheidende Pröpstin für Rhein-Main, Gabriele Scherle, im Rahmen eines Vortrags vor der Synode des Evangelischen Dekanats Rodgau. Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und Begleitung in den vergangenen elf Jahren überreichten Dekan Carsten Tag und Dekanatspräses Benhard Rücker (links) Leckeres aus der Region sowie aus dem fairen Welthandel. Dr. Dieter Lang, Erster Stadtrat von Dietzenbach, begrüßte die Synodalen in der Kreisstadt.

Eine Arbeitsgruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen in Kirchengemeinden, Kitas und der Landeskirche hatte das Konzept in den vergangenen eineinhalb Jahren erarbeitet. Mit ihm sollen etliche der Verwaltungsaufgaben, mit denen sich derzeit Kitas, Krippen und Kirchenvorstände befassen müssen, auf Dekanatsebene gebündelt und an eine gemeinsame Geschäftsführung abgegeben werden. Die inhaltliche, etwa konzeptionelle oder religionspädagogische Arbeit, soll weiterhin bei den Einrichtungen und in den Kirchengemeinden bleiben.

Bis dato sechs der bestehenden zehn Kindertagesstätten werden das Angebot des Evangelischen Dekanats Rodgau gemäß Absichtserklärungen der Kirchenvorstände wahrnehmen: die Einrichtungen in Rodgau-Jügesheim und Nieder-Roden, Hainburg, Heusenstamm sowie in Hanau/Klein-Auheim. Ohnehin bereits in Trägerschaft des Dekanats befindet sich die Evangelische Krabbelstube „Unterm Regenbogen“ im Haus der Kirche am Dietzenbacher Theodor-Heuss-Ring, die gemäß jüngstem Beschluss der dortigen Stadtverordnetenversammlung um drei Gruppen für Über-Dreijährige im Erdgeschoss des Gebäudes erweitert werden soll.

„Mit der neuen Trägerstruktur wäre die starke Position evangelischer Kindertagesstätten auch langfristig sicher gestellt – und der gemeinsame Trägerverband ein hochattraktiver Arbeitgeber, der auf Grund seiner Größe flexibler auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeitenden eingehen kann“, ist der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Carsten Tag, vom grundsätzlichen Nutzen der neuen Idee überzeugt. Weitere Vorteile seien eine Minimierung des wirtschaftlichen Risikos für die Kirchengemeinden und langfristig verlässliche Strukturen für alle Beteiligten, etwa auch die Kommunen.

In den nächsten Schritten werde – so Dekan Tag – die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) um Zustimmung gebeten. Danach werden Verhandlungen mit den betroffenen Kommunen Rodgau, Dietzenbach, Heusenstamm, Hainburg und Heusenstamm geführt. Wenn alle grünes Licht geben und die Stellen für Geschäftsführung und Sachbearbeitung besetzt sind, könne das neue Trägermodell am 1. Januar des kommenden Jahres an den Start gehen.

Abschiedsvortrag von Pröpstin Scherle

Letztmalig vor ihrem Wechsel in den Ruhestand sprach die Pröpstin der EKHN für Rhein-Main, Gabriele Scherle, vor der Dekanatssynode: In ihrem Vortrag „Getrost und mutig das Evangelium in den gesellschaftlichen Veränderungen bezeugen“ plädierte sie für ein mutiges Bekenntnis zu Jesus Christus, zur Religionsfreiheit und zum Evangelium der Nächstenliebe und Barmherzigkeit, das gleiche Rechte für alle Religionen, Kulturen und Lebensentwürfe fordere: „Als Evangelische Kirche treten wir allen entgegen, die im Namen von Religionen, Konfessionen oder Kulturen andere ausgrenzen oder ihre Rechte in der Gesellschaft einschränken wollen“.

Gleichzeitig ermutigte Pröpstin Scherle die Synodalen, weiterhin und stellvertretend für alle „das Christus-Zeugnis und die Hoffnung auf Gott wach zu halten“, auch wenn gesellschaftliche Entwicklungen wie die abnehmende Bindung der Menschen an Institutionen wie die Kirchen nicht aufzuhalten seien. „In offenen Gesellschaften und unter guten Lebensbedingungen schwindet die Teilnahme an religiöser Praxis.“ Christliche Freiheit bedeute auch, dass die Menschen selbst bestimmten, ob und wie sie an Ritualen teilhaben wollen. „Die Menschen waren und sind trotzdem mit der Arbeit der Kirchen zufrieden; ihre Distanz zum kirchlichen Alltag bedeutet nicht, dass ihnen der christliche Glaube egal wäre.“ 

Dekan Carsten Tag und Präses Bernhard Rücker dankten Pröpstin Scherle für den Vortrag ebenso wie für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen elf Jahren: „Wir haben uns gefreut auf ihre Predigten und Ansprachen, aber auch auf einen herzlichen Menschen, der sich Zeit nimmt und zuhört“, so Präses Rücker, bestätigt vom stehenden Applaus der Synodalen.
Gemäß Beschluss der EKHN-Kirchensynode wechselt das Evangelische Dekanat Rodgau zur Evangelischen Propstei Starkenburg und damit in den Zuständigkeitsbereich von Pröpstin Karin Held mit Sitz in Darmstadt.

Bericht des Dekans: „Etliche positive Ergebnisse“

Zufrieden fiel die Bilanz von Dekan Carsten Tag in seinem Bericht an die Synode aus: Entspannung ist etwa im Personalbereich angesagt, sowohl mit Blick auf die Besetzung fast aller Pfarrstellen im Kirchenkreis, als auch auf der Dekanatsetage im Haus der Evangelischen Kirche: Hier sei mit Patrick Vollhardt ein kompetenter neuer Mitarbeiter auf der Stelle der Verwaltungsfachkraft gefunden worden, die die Geschäfte des Dekanats führt. Das Handlungsfeld Gesellschaftliche Verantwortung hat Ökumene-Pfarrerin Sandra Scholz im Rahmen eines weiteren Dienstauftrags übernommen. Für die Nachfolge für Pfarrer Frithjof Decker, der als Alten-, Kranken und Hospizseelsorger sowie als Koordinator der Notfallseelsorge Ende Juli dieses Jahres in den Ruhestand geht, lägen, so Dekan Tag, vielversprechende Bewerbungen vor.

Nicht nur die Personalsituation, auch mehr Klarheit in etlichen anstehenden Veränderungsprozessen und Projekten führe dazu, strukturiert an die Aufgaben der nächsten Monate gehen zu können: Mit der Zustimmung der Dietzenbacher Stadtverordnetenversammlung geht der Kirchenkreis in diesem Jahr die Erweiterung der Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ um drei Gruppen für Über-Dreijährige im Erdgeschoss des Hauses der Kirche an. „Ein weiterer Beitrag zur Stärkung des Profils Evangelischer Kirche in der Kreisstadt ebenso wie für einen pädagogisch guten Übergang der Kinder von der Krabbelstube in die Kita.“

In einer übergreifend besetzten Steuerungsgruppe arbeiten die Synodalvorstände der Evangelischen Dekanate Rodgau und Dreieich an ihrer für Anfang 2021 vorgesehen Fusion. Und noch in diesem Jahr stehen nicht nur zahlreiche Veranstaltungen und Projekte zum 500. Reformationsjubiläum an; auch das 50-jährige Bestehen des Evangelischen Dekanats Rodgau soll noch einmal gewürdigt werden.

Der gesamte Bericht von Dekan Tag kann hier nachgelesen werden.

Haushalt 2017 verabschiedet

Einstimmig verabschiedete die Synode den Dekanatshaushaltsplan für das Jahr 2017. Er schließt ausgeglichen mit einem Volumen von über 2,3 Millionen Euro; den Löwenanteil auf der Ausgabenseite machen mit einem Anteil von über 70 Prozent Personalkosten aus, etwa für die Krabbelstube sowie für die einzelnen Handlungsfelder des Dekanats von Kinder- und Jugendarbeit und Gemeindepädagogischem Dienst über die Kirchenmusik bis hin zur inhaltlichen Arbeit der Referentinnen und Referenten für Ökumene, Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung. 

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