Dekanat Rodgau

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Info über fairen Handel

Wo sich Genuss mit gutem Gewissen paart

Andrea SchwarzeDie Dekanatspfarrerin für Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung, Sandra Scholz (im Bild) und das Fairtrade-Team der Evangelischen Christus-Gemeinde informierten über gerechten Welthandel. Der gibt nicht nur Produzent*innen und Arbeiter*innen bessere Lebenschencen, sondern schmeckt auch richtig lecker, wie Kostproben bestätigten.Die Dekanatspfarrerin für Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung, Sandra Scholz (im Bild) und das Fairtrade-Team der Evangelischen Christus-Gemeinde informierten über gerechten Welthandel. Der gibt nicht nur Produzent*innen und Arbeiter*innen bessere Lebenschencen, sondern schmeckt auch richtig lecker, wie Kostproben bestätigten.

Seit drei Jahren betreibt die Evangelische Christus-Gemeinde Dietzenbach in ihrem Gemeindehaus einen Eine-Welt-Kiosk - mit Produkten aus fairem Handel, der auch den Produzentinnen und Produzenten finanzielle und gesellschaftliche Spielräume zum Leben lässt. Nun stellten die Dekanatspfarrerin für Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung, Sandra Scholz, und das Team, das den Kiosk betreut, in einer gelungenen Mischung aus Info und leckeren Kostproben das Konzept des fairen Handels vor.

„Das Eine Welt-Team verkauft hauptsächlich Kaffee und Schokolade“, führte Pfarrerin Andrea Schwarze in den Vormittag ein und ist froh, dass in der Gemeinde und auf den Festen viel fairer Kaffee getrunken wird.

Sandra Scholz erläuterte an dem Morgen in zwei Impulsvorträgen vor allem am Beispiel des Fairhandelshauses „GEPA – the fair trade company“, deren Gesellschafter Organisationen der katholischen und evangelischen Kirche sind, was Fairer Handel überhaupt ist und warum es wichtig ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Im Fairen Handel geht es um faire Löhne, faire und gesunde Arbeitsbedingungen. An den Beispielen von Kaffee und Kakao wird deutlich, dass bei den eigentlichen Produzenten von den immensen Handelsgewinnen zwischen Anbau und Einzelhandel nicht viel ankommt. „Das Geld reicht nicht, um ihre Kinder in die Schule schicken zu können. In manchen afrikanischen Ländern wie etwa der Elfenbeinküste ist Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen üblich. Viele Kinder kommen als Kindersklaven aus benachbarten afrikanischen Ländern wie z.B. Burkina Faso. Das ist ganz schön bedrückend“, meint Pfarrerin Scholz. „Und doch haben wir mit dem, was wir täglich essen und trinken, mit der Lebenssituation dieser Menschen ganz direkt zu tun.“

Die Hoffnung der Christus-Gemeinde ist, dass mit dem Eine-Welt-Kiosk weitere Schritte hin zu mehr Gerechtigkeit im Welthandel gegangen werden: Immerhin böten mittlerweile auch viele Supermärkte faire Produkte an. „Der Marktanteil von fair gehandelten Kaffee ist allerdings weiterhin niedrig und liegt bei vier Prozent, weiß Sandra Scholz. „Die Zahl regt zum Nachdenken an.“ Wie auch die Verbrauchszahlen bei Schokolade: Stattliche 110 Tafeln im Jahr isst man durchschnittlich in Deutschland, so die Webseite www.jugendhandeltfair.de. Lediglich 27 Gramm davon wurden unter fairen Bedingungen hergestellt.

„Für die Kinder, die als Kindersklaven auf den Plantagen arbeiten und meistens noch nie Schokolade probiert haben, ist es deswegen wichtig, dass Menschen auf der anderen Seite der Welt an sie denken und auf ihre Lage aufmerksam machen“, machen Sandra Scholz und die engagierten Eine-Welt-Mitarbeitenden der Gemeinde anderen Mut, sich selbst davon zu überzeugen, wie schön Genuss und gutes Gewissen etwa bei einer fair gehandelten Schokoladentafel tun.

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